#6 Die Sichtbarkeit der Frau – zwischen Mitarbeitergespräch, Kaffeeküche und Kümmerrolle

Shownotes

Kennst du das? Du gehst aus einem Mitarbeitergespräch raus und merkst erst auf dem Weg zum Auto: Moment mal – warum hat mein Chef zuerst gefragt, wie es meinem Kind geht? Und warum waren meine „Ziele" am Ende so wischiwaschi, dass ich gar nicht weiß, woran ich mich messen soll? Genau da setzt diese Folge an. Wir sprechen über die Sichtbarkeit von Frauen im Berufsleben – und warum sie nicht nur eine Frage der Leistung ist, sondern vor allem eine Frage der Kommunikation. Über Meetings, zu denen wir „aus Versehen" nicht eingeladen wurden und trotzdem hingegangen sind. Über Ideen, die erst zählten, als ein männlicher Kollege sie aussprach. Und über die Kümmerrolle, die uns nicht nur zu Hause, sondern auch im Job hinterherläuft – vom Kaffeekochen für fremde Männer bis zum Klopapier-Einkauf fürs Büro. Unsere Themen: • Warum „Tu Gutes und rede drüber" einer der wichtigsten Sätze für jede berufstätige Frau ist • Wie du ein Mitarbeitergespräch sachlich nachverhandelst, das dich wütend zurückgelassen hat • Warum die Angst vor Konflikten uns oft mehr im Weg steht als jede Glasdecke • Wie sich Sichtbarkeit in den Lebensphasen verändert – Karriere, Familie, Neuorientierung – und warum auch bewusste Unsichtbarkeit nach der Elternzeit ihren Platz hat Diese Folge ist eine Einladung zum Hinsehen. Vielleicht ist dir Ähnliches passiert, ohne dass du es gemerkt hast. Vielleicht fragst du dich gerade, warum bestimmte Aufgaben automatisch bei dir landen. Unser Impuls: Reden. Sichtbar machen. Einfordern. Auch wenn's unbequem ist. Und dass du es nicht schlucken musst. Wir haben es auch nicht getan und wurden belohnt.

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Moin ihr Lieben, schön dass ihr wieder dabei seid. Heute haben wir ein Thema mitgebracht, das uns beiden wirklich am Herzen liegt, weil wir es beide kennen. Und zwar leider aus eigener Erfahrung. 
Es geht darum, als Frau im Berufsleben gesehen zu werden. Nicht nur wahrgenommen, sondern auch wirklich ernst genommen. Genau, nicht als diejenige, die die Spülmaschine in der Firmenüche ausräumt und auch nicht als die Nette, die die Kümmerrolle auch im Büro nochmal übernehmen darf, weil sie es ja so gut kann. 
Nicht als die, die man mit ein paar freundlichenoskeln abspeist, sondern als die Frau, die ihren Job verdammt. Was uns in unserem Berufsleben schon alles passiert ist und wie wir damit umgegangen sind, um doch gesehen zu werden, davon erzählen wir euch heute und dann legen wir los. Bianca, hast du einen Kaffee schon bereit? 
Ja, ich habe einen Kaffee da. Genau, und ich stelle dir auch gleich mal eine Frage. Und zwar, hast du in deinem Berufsleben schon einmal erlebt, dass du das Gefühl hattest, ja, wie wir schon sagten, weniger gesehen oder gehört zu werden? 
Und hast du irgendwelche Geschichten dazu oder wie hast du soll ich anfangen? Wo soll ich anfangen? Oder woran hast du das festgemacht, dass du das Gefühl hattest, nicht gesehen oder gehört zu werden? 
Also manche Sachen habe ich erst so im Nachgang für mich als da wurde ich übersehen verbucht. Manche Sachen haben mich direkt in der Situation verstanden. Ich war ja lange Zeit Führungskraft bei einem mittelständischen Fertighausunternehmen und als ich zur Führungskraft wurde, gab es diese Stelle eigentlich noch gar nicht. 
Die wurde mit mir sozusagen erschaffen. Jetzt kann man sagen, es kann an der Stelle selbst gelegen haben oder dass ich sie bekleidet habe, das werden wir nie ganz genau herausfinden. Aber es gab oft Momente, gerade am Anfang, wo Team-Meetings stattgefunden haben, der Techniker, also sprich alle Führungskräfte, die es ja schon länger gab, die kannten sich ja alle, wo ich nicht eingeladen wurde. 
Warum? Ja, das ist genau die Frage. Also sie haben halt einfach mich nicht eingeladen. 
Und jetzt bin ich Architektin und das Ding ist, dass die Statik und Architektur, also Tragwerksplaner und Architekten auch nicht so gut miteinander können. Und ich lange Zeit auch an dem Image arbeiten, muss bei mir Arbeit das Architektenarbeit nicht immer nur Luftschlösser planen ist, sondern dass man auch bodenständig, also dass ich bodenständig arbeite und dass ich das, was ich da tue, auch wirklich beherrsche und nicht irgendwie den Siemens-L brauche, weil alles sonst nicht hält. Und das war aber schon so, dass in diesen Technik-Meetings ich am Anfang einfach nicht eingeladen wurde oder später auch, dass nicht ernst genommen wurde, was ich so erzählt habe. 
Also was ich entwickelt habe oder so. Oder auch, hatte ich auch eine Situation, wo dann ich einen Vorschlag gebracht habe, wie wir die Konstruktion ändern können, es in der Besprechung abgetan wurde Und als dann mein Kollege das vorgeschlagen hat, genau das Gleiche. wurde das dann so umgesetzt. Also das hatte ich schon auch. 
Also ich habe schon so ein paar Sachen, das ist jetzt eine Wir habe noch ein paar andere lustige Geschichten auch, wo Zeit ist schon ganz deutlich, dass du weniger sichtbar warst als Frau in diesen männerdomierenden Branche, würde ich auch sagen. Also waren wesentlich mehr Männer am Start. Also wir waren immer die einzigen. 
Oder du wurdest weniger ernst genommen eigentlich, wenn du Meetings nicht eingeladen worden bist, wo Techniker drin sind und wo du eigentlich auch hättest eingeladen werden müssen, weil du brauchst ja auch Infos nicht nur, ich habe auch Infos. Ich war die, die am Kunden saß. Ich war diejenige, die dafür gesorgt hat, dass das, was die dazu gebracht haben, dass es hält, sag ich mal, vielleicht auch noch nach was ausschaut. 
Nur weil es hält, also Detailzeichnung oder so sieht das noch lange nicht gut aus. Das soll ja auch gut aus. Ja, also mir ist es erst später bewusst geworden, dass ich da übergangen wurde und dass das ja eigentlich auch eine Art von Mobbing ist. 
Das kann also, weil ich auf der Reha, da waren es aber auch Männer, die das erfahren haben, dass die halt einfach übergangen wurden, dass das Mobbing ist. Wenn ich jemanden einfach ausgrenze und sagt, würde ich auch als Mobbing bezeichnen Ich habe das da nicht so empfunden. Gusting würde man heute so sagen. 
Also ich bin dann einfach. Wenn ich erfahren habe, dass dann Meeting ist und ich wieder mal nicht eingeladen bin, dann habe ich meine Sachen gepackt und bin in den Raum rein und habe mich hingehockt. Ich bin einfach reingegangen, ich vergaßst, mich einzuladen. 
Ich, wie haben die reagiert? Das finde ich voll spannend jetzt. Dann haben die mich erstmal alle angeschaut, aber es hat sich auch keiner getraut zu sagen, ja, ach so, stimmt. 
Ja, und ich habe dann meinen Vorgesetzten, der sozusagen der Vorgesetzte dieser Kollegen war, der hat dann aber dafür gesorgt, dass ich dann irgendwann recht zeitnah auch sozusagen immer in diesen Verteiler auch mit drin war. Das ist Also man muss dazu sagen, in der Firma waren es die Kollegen eher, die da schon langjährig saßen, nicht mein Chef und nicht die Geschäftsführung. Also das waren wirklich eher so in der gleichen Hierarchie-Ebene, so würde ich das mal sagen. 
Warum auch immer. Die Neuer, ich war auch immer jemand, der relativ innovativ unterwegs war und versucht habe, irgendwie Neuerungen reinzubringen. Das hat natürlich immer Arbeit mit sich gebracht. 
Das war natürlich auch nervig. Vielleicht lag es auch daran, möglicherweise. Kann gut sein. 
Aber auch vielleicht, wie gesagt, an der Sichtbarkeit der Frau im Job. Kann auch sein. Vielleicht auch daran, ja. 
Sicherlich nicht an das eine oder das andere, sondern es ist immer eine Mischung aus allem, würde ich glauben. Aber das ist ja egal. Also die Frage ist, wie geht man dann damit um? 
Und ich bin da jetzt gut mit umgegangen in dem Moment, wo ich mich einfach ich das gar nicht gecheckt habe, sag ich mal. Und ich einfach gedacht habe, ach so, die habe ich vergessen. Ja dann nehme ich meine Sachen, geh mal rein. anstatt jetzt zu reagieren mit, die haben mich übersehen, so ein Scheiß, das ist ja voll doof. 
Jetzt bin ich beleidigt, jetzt gehe ich da erst recht nicht rein. Also es ist ja auch eine Art und Weise, wie man damit umgeht. Ja, das Problem ist nur, man in dem Moment, wenn man das so ist, finde ich, checkt man es auch gar nicht und geht dann raus und denkt sich so, hä, wie, das war jetzt irgendwie komisch. 
Ich fühle mich irgendwie komisch und so ging das mir halt auch warum wir auch diese Podcast-Folge machen. Ich hab dir ja davon erzählt. Und war auch ein bisschen wütend, muss man sagen oder auch ein bisschen enttäuscht, weil ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch im Job gehabt, was halt so bekommt als Mitarbeiter, so Gespräche mit dem Vorgesetzten und so weiter. 
So das jährliche Mitarbeiter. Das jährliche, jährliche bei uns ist es zweimal im Jahr. Und ich war bisher immer fein mit den Gesprächen, ist alles in Ordnung. 
Aber diesmal bin ich aus dem Gespräch rausgegangen und dachte mir so, irgendwie bin ich jetzt wütend und enttäuscht. Und ich bin mit einer ganz anderen Erwartungshaltung in dieses Gespräch gegangen und mit einer Wut eigentlich aus diesem Gespräch rausgegangen. Ich habe natürlich nicht gezeigt, dass ich wütend bin in dem Gespräch. 
Wäre auch irgendwie unpräfessionell gewesen, aber ich war innerlich sehr aufgewühlt und wütend und habe dann mich erst mal ausgetauscht, unter anderem natürlich mit dir oder mit Freundinnen, was man halt dann so macht und mich halt drüber im Klaren zu werden, was mich denn eigentlich wütend gemacht hat. Und sag mal, was ist denn genau passiert? Erzähl uns mal ab. 
Was ist genau passiert? Also es war im Endeffekt so, dass man bespricht ja im Gespräch Prioritäten oder Ziele, die man erreichen möchte, unter anderem auch individuelle Ziele oder Prioritäten. Und wir haben halt da was besprochen, was ich dann hinterher festgeschaltet habe, ja, das sind eigentlich keine Ziele oder Prioritäten, das ist alles so ein bisschen Wischiwaschi formuliert. 
Und ich habe mich auch ein bisschen nicht gesehen gefühlt. Auch so ein bisschen so in dem Gespräch, so er wird sich halt erkundigt, so erstmal nach meinem Sohn sozusagen, was wahrscheinlich dem Gegenüber ja auch gar nicht bewusst erstmal ist. du meinst erstmal eingestiegen mit ah ja, hallo Frau sowieso. Wie geht es Ihrem Kind oder wie? 
Genau. Ah, okay, interessant. Ja, also das ist ja erst hinterher gekommen, dass das schon immer so war. 
Also seitdem ich eigentlich ein Kind habe, ist es schon immer so, der Gesprächseinstieg gewesen. Das kam mir erst dann so hinterher und dachte mir, warum werde ich immer darüber nachgefragt, zuerst nach den Befindlichkeiten meines Kindes. Es geht doch jetzt gerade um mich, um meine berufliche Arbeit hier, die ich tätige. 
Und vielleicht spielt er auch eine Rolle, dass man so eine Rolle einfach einfach drin ist und so eine Art Mama-Rolle drin ist. Vielleicht, weil ich es auch gefördert habe. Ich weiß es nicht. 
Vielleicht, weil ich auch natürlich ab und zu auch was von meinem Sohn erzähle. Ist ja logisch. Ich meine, es macht, glaube ich, jede Mama. 
Aber Papa ist auch, glaube ich. Und Papas auch. Aber es wird, glaube ich, ich glaube bei Frau bist du das so eine gewisse Rolle auch ein bisschen reingeht. 
Oder ist es manchmal auch unbewusst, dass du einfach so eine, du behältst diese Rolle auch nicht immer irgendwie gefühlt. Ich meine, vielleicht hat er auch einfach nur versucht, irgendwie einen Gesprächseinstieg zu finden und das war jetzt nicht so die glücklichste. Das die glücklichste Wahl. 
Es hat auch eine Freundin gemeint gehabt, du, ganz ehrlich, das Das ist halt Smalltalk, aber der Smalltalk ist für mich fertig. Und ganz ehrlich, was weiß man von einem? Man weiß, okay, die war jetzt in Elternzeit und hatte hatte einen Sohn.. 
Und arbeitet Teilzeit, weil sie, Familie hat und dann fragt man ist auch alles in Ordnung, aber ich mir, warum. Wir hatten auch Nachgespräch dann auch, das hatte ich auch eingefordert, weil ich einfach gemerkt habe, das beschäftigt mich. Das hat mich beschäftigt, weil ich das Gefühl hatte, nicht richtig gesehen zu werden. 
Und ich wollte auch nochmal die Ziele, die wir da erarbeitet hatten, wollte ich auch nochmal genauer haben. Also wirklich genauer haben, zu wissen, woran muss ich arbeiten, damit ich, wenn ich das Ziel und Ziel erreiche, vielleicht auch mal eine Gehaltserhöhung bekomme oder sowas. Also das war mir alles zu wischi-waschi von mir, das habe ich auch so gesagt. 
Und das hat mir vorher eben geholfen, mich mit anderen auszutauschen Und das Ganze sachlich auch professionell rüberbringen zu können, weil ich weiß am Anfang erst so auf der emotionalen Ebene, aber dann habe ich festgestellt, das bringt ja nichts. Und ich und ich dachte mir, ich sage das Thema auch nochmal mit dem Sohn und so, aus dem Smalltog hat eine Frau dann gemeint, du, lass es einfach. Das ist einfach Smalltalk. 
Ich thematisiere es einfach erstmal gar nicht mehr. So, einfach geh einfach drüber hinweg und thematisiere es gar nicht, weil eine Freundin von mir auch gesagt hat, so, die geht jetzt auch wieder aus der Elternzeit zurück in ihren Job, ist, die arbeitet in der Personalberatung oder Personalabteilung. Und sie sagte, sie hat bis zum Schluss vielen Kollegen eigentlich verschwiegen, dass sie schwanger ist. 
Also sie hat das Thema nicht thematisiert, obwohl sie so eine Kugel vor sich hergeschoben hat. Und sie hat halt viele männliche Kollegen. Bis zum Schluss bis in Elternteil gegangen ist, also vorletzten Tag, so nach dem Motto, ja, übrigens, ich gehe jetzt weg, ich gehe in Elternzeit. 
Was? Wie, du gehst weg, was du bist schwanger? Und ich dachte mir so, hä, du sieht man doch, dass du schwanger bist. 
Ich ganz ehrlich, das ist vielen männlichen Kollegen gar nicht aufgefallen, weil ich das auch nicht thematisiert. Es ist dann so, oh, sie ist gar nicht fett geworden, sie ist einfach nur schwanger. Vielleicht war das auch so. 
Vielleicht ist manche männlichen Kollegen sich gedacht, naja, sie ist halt gerade grünen Futter. Sag ich mal lieber nichts. Aber an der Frau fällt das halt auf. 
Also mir würde das auffallen. Man wird ja, wenn man schwanger ist, dick im Gesicht dick. Oder dicker und es gibt auch viele Schlange Schwangere, aber oft wird man im Gesicht dicker. 
Und dann merkt man es einfach irgendwie nicht auch häufig. Aber im Grunde ist es die Quintessenz, warum diese Folge machen, ist, dass mir gezeigt hat, ist nicht einfach so stehen zu lassen, weil es hat mich ja beschäftigt. Und es war für mich wichtig, meinen beruflichen Job weiterhin. 
Ohne emotionale, wütende Ebene weiterzumachen. genau. Was genau hatte dich denn, also du bist ja da rausgegangen und hast dann wahrscheinlich erstmal so überlegen müssen, du hast so ein Gefühl gehabt, oder? Und du musst du erstmal überlegen, was jetzt genau eigentlich wach? 
Was habe ich erstmal für ein Gefühl im Bauch? Genau. Und was genau ist jetzt eigentlich gerade passiert. 
Genau. Das ist ja erstmal für mich herausfinden, warum triggert es mich jetzt gerade? Genau, weil ich das Gefühl, was triggert mich da gerade so. 
Und ich hatte das Gefühl halt nicht, wie gesagt, also nicht richtig gesehen zu werden. Ich bin ja auch wenn ich Teilzeit arbeite, arbeite ich in diesem Stundenmodell, bin ich präsent. Ich habe seit jahrelange Erfahrung in diesem Job, den ich tue, kompetent, bin professionell, bin präsent, das Wort rauszubringen, weil schwierig. 
Bin präsent Und für mich war es halt so ein bisschen wischi-waschi formuliert, was muss ich tun, um das zu erreichen? Ja, ich muss laut sein, ich muss präsent sein, ich muss in den Teller randschauen, dachte ich mir, ja, ist ein bisschen wischiwaschi. Ich schaue ja die ganze seit Jahren schon über einen Teller ran und dachte ich mir, das passt mir alles so nicht, wie das formuliert ist. 
Ich muss da nochmal drüber nachdenken. Was heißt denn das über den? Was heißt denn das? 
Ich. Soll ich mich jetzt ins Büro stellen und schreien, dann bin ich dann laut, Was heißt denn das? Ich nehme mir einen Teller. 
Ja. Ich gucke gerade drüber, sehen Sie es? Nee, und das hat mich so ein bisschen gestört und wahrscheinlich ist es mir auch zum allerersten Mal wirklich aufgefallen, weil ich mich damit auch danach beschäftigt habe. 
Ich glaube, dass das in den Gesprächen davor vielleicht auch schon ähnlich gelaufen ist. Aber ich habe mich zum allerersten Mal mit diesem Thema Sichtbarkeit der Frau im Berufsleben oder im Job, damit beschäftigt, was es für mich bedeutet und was ist mir daran wichtig. Und freilich ist es von Vorteil, wenn man zum Beispiel aus der Elternzeit kommt wie ich. 
Ich bin vor vor zwei Jahren ein halb oder drei Jahren aus der Elternzeit gekommen und da war ich erst mal froh, wenn ich nicht sichtbar war. D.h. Ich musste erst mal mit meinem ganzen Alltagsstruktur wieder neu sortieren. 
Ich musste die ganzen neuen Sachen, die dann auf mich eingepresselt sind, erstmal verarbeiten. Hat natürlich noch ein bisschen Schlafmangel nebenher, weil ich meine, mein Kind hat nicht durchgeschlafen. Also ich musste mich dann auch erst mal sortieren wieder und es hat ein gutes halbes Jahr gedauert. heißt, da war die unsichtbarkeit positiv. daran erinnere ich mich nämlich auch noch, dass ich, als mein Sohn klein war, da habe ich ja tatsächlich auch gerade die Firma gewechselt gehabt zu diesem mittelständischen Unternehmen und habe erstmal nur ein Bauzeichner arbeiten, was für eine Architekt natürlich jetzt erstmal. 
Also es hat mich nicht herausgefordert, aber ich war ganz froh, weil das konnte ich gut steuern. Da konnte ich meine Ruhe, konnte man sich erstmal sortieren. Das meinst du. 
Und dann war so, okay, und wenn du dann angekommen bist wieder in dem Ganzen, dann kann man mal wieder über den Tellerrand gucken. Genau, dann kann man wieder den Tellerrand gucken, dann kann man wieder weitermachen und dann hat man auch vielleicht wieder mehr Energie für was Neues, was Neues aufzunehmen. Und das Problem ist halt, dass man häufig in dieser Phase aber stecken bleibt, obwohl man eigentlich schon viel weiter wäre. 
Also ich habe das für mich festgestellt, ich bin nicht mehr in dieser Phase, wo ich sage, ich möchte nicht mehr sichtbar. Ja, ich möchte wieder mehr gesehen werden, weil ich einfach aufnahmefähiger bin wieder. Mein Sohn ist jetzt fast fünf Jahre alt. 
Der ist jetzt auch schon Alter, wo viele Dinge auch alleine kann. alleine anziehen und so weiter und so fort. Das ist beginnt so so eine andere Phase irgendwie wieder und das Problem ist, finde ich, dass viele darin stecken bleiben in dieser Mama-nicht gesehen werdende Phase, obwohl sie eigentlich schon viel, vielen weiter wären, aber es sich nicht trauen, auch zu sagen oder zu sagen, hey, ich bin sichtbar, hallo, ich kann da auch was dazu sagen Ich glaube, da gibt es viele Faktoren und so individuell, wie wir alle sind, gibt es da verschiedene Vorgehensweisen, sag ich mal. Mir war es auch wichtig, wieder ins Berufsleben einzusteigen. 
Und ich war auch da noch nicht lange mit dem Studium fertig. Ich wollte auch, nachdem mein Kind geboren war, auch relativ schnell wieder arbeiten. Zum einen, weil ich Angst hatte, dass ich den Anschluss verpasse und eben auch, um wirklich mal Berufserfahrung dann auch zu generieren. 
Und ich glaube aber, also ich habe mich auch, weil du das jetzt gerade so sagst, auch noch so ein paar Mama-Gruppen Und wenn wir uns über dieses Thema unterhalten, auch so jetzt sind mein Sohn ist jetzt ja 15, wird jetzt 16, heißt, der ist wirklich aus dems raus, der kann sich auch schon die Schuhe binden. Super, also man kann sich die Schuhe noch nicht finden, aber kriegt sie schon selber auf und wieder zu, wieder an. Also wenn du Lust hat. 
Okay, also er kann auch noch mehr als nur Schuhe binden. Er kocht auch hier Essen und so. Also mein Sohn ist sehr selbstständig. 
Aber das heißt ja trotzdem, was passiert denn, nachdem die Kinder dann sozusagen vielleicht uns nicht mehr so brauchen? Das ist ja so eine Symbiose. Für mich ist das jetzt dadurch, dass ich was habe, womit ich mich beschäftigen möchte, hänge ich ihm nicht auf der Tasche im Sinne von, dass ich ihm immer hinterherackel und sage, du musst mehr lernen oder dass ich das Gefühl habe, meine Aufgabe ist hier die Mutter zu sein und ihn irgendwie zu beschäftigen, zu formen, was auch immer. 
Und dadurch ist sehr autark und macht auch viel alleine. Ich kann mir vorstellen, dass wenn ich in dieser Rolle hängenbleibe, das ist natürlich jetzt nur eine These, aber wenn ich in dieser Rolle hängen bleibe, erst mal nur aus, weil es bequem ist, weil da habe ich meine Ruhe. Vielleicht habe ich meine Ambitionen auch ganz woanders. 
Wir haben ja auch angefangen, noch was nebenbei zu machen. Unsere Ambitionen woanders vielleicht auch zu legen. Aber da trotzdem dann irgendwie hier drin hängen bleibe, dann frage ich mich, was kommt denn, wenn die Kinder groß sind? 
Was machst du dann mit der Zeit? Und da habe ich mich jetzt schon gefragt, ist das dann tatsächlich Luxusteilzeit? Auch wenn ich dieses Wort, jetzt gerade weil es ja auch den Medien echt präsent ist und ich finde es echt ein Unwort, aber gut, gibt es das wirklich Aber ist das nicht die Entscheidung, jedes Individuums selbst, egal ob Mann oder Frau, ob die das machen wollen oder nicht. 
Das bin ich so ein bisschen abgeschiffen. Aber dieses nicht sichtbar sein zu wollen, das hat auch Vorteile. Und im Grunde, finde ich, darf das jeder für sich entscheiden, ob er das möchte oder nicht. 
Wir beide sind jetzt jetzt halt hier für die Front, die sagen, ey, wir müssen noch was machen und wir haben doch nicht umsonst studiert oder gelernt oder was auch immer. Ja, Und ich will auch, dass das jemand sieht, aber das Problem ist, wenn solche Frauen gibt, über die wir jetzt gerade gesprochen haben, die fördern natürlich das Bild, das wir Frauen keinen Bock haben oder keinen Bock in Anführungszeichen, unsere Prioritäten woanders hinsetzen, so muss man sagen. Kein Bock auf Arbeiten, weil die Priorität eine anderes, woanders liegt. 
Und das fördert das natürlich. Ja genau. Und deswegen ist es, finde ich, wichtig für sich selber zu gucken, wo stehe ich gerade? 
Was ist denn mein Wunsch zum Beispiel im beruflichen Kontext? Wo möchte ich stehen, wo möchte ich hin? Möchte ich vielleicht auch noch mal Karriere machen, also beziehungsweise ich habe gelesen, es gibt unterschiedliche Phasen, in denen sich Frauen befinden. 
Es ist nicht zyklisch und eher antizyklisch oft bei Frauen. Und zwar einmal Karrierephase, so ein Studium und dann in einen Job ein und dann einen Karrierephase finde ich mich wieder. Dann Familienphase. hatte ich auch jetzt hinter mir, beziehungsweise habe ich ja noch. 
Aber ich habe ja gleichzeitig auch dann, wenn ich in meinen Job wieder einsteige, so eine Art Neuorientierungsphase, würde ich sagen, habe ich jetzt auch schon einen größten Teil so ein bisschen abgeschlossen und jetzt befinde ich mich so in der zweiten Karrierephase, sagen wir mal so. Und das, was bei vielen Frauen ja antizyklisch ist. Also Männer haben diese Phasen oft teilweise ja gar nicht, weil sie ja nicht aus ihrem Job, weil sie ihrem Job ja nicht aussteigen. 
Also eine Frau, in der Regel, ob sie Schwangerschaft bedingt, steigt ja für eine Zeit lang sei, ob es kürzer oder länger aus dem Job erstmal aus. Und freilich, wenn du eine gewisse hast, ist es natürlich wünschenswert für viele, die sagen, ich muss aber sofort wieder nach einem halben Jahr rein, damit ich auch da bleibe, wo ich bin. Und das haben Männer nicht. 
Also ganz ehrlich, also wir müssen mal darüber reden, das haben Männer normalerweise nicht, außer sie entscheiden sich bewusst dafür zu sagen, ich gehe in diese Familienphase rein, was es auch positive Fälle gibt. Also ich habe mit meiner Freundin neulich unterhalten, die gesagt hat, sie kennt einige, wo es Familienväter gibt. Die sagen, die Frau geht nach einer gewissen Zeit. du hast ja so eine Art Schonfrist. 
Ich meine, brauchst du auch, um dich emotional ein bisschen wieder zu kalibrieren. Ja, genau. Und du steig dann quasi Vollzeit in ihren Job wieder ein. 
Und der Mann bleibt dann, sagen wir mal, für ein halbes oder dreiviertel Jahr zu Hause, sagt, es gibt solche Fälle, gibt es auch. Aber diese positiven Fälle, aber die gibt es leider halt immer noch relativ selten, weil es natürlich auch gesellschaftlich nicht so gefördert wird leider. Ja genau, also das hat was mit Ansehen zu tun, glaube ich, ganz viel. 
Also gesellschaftliches Ansehen. Wenn wir Frauen arbeiten gehen, also das ist ja wieder dieses Thema, wir können ja alles, die meisten Sachen nicht richtig machen. Also du bist nicht richtig als Mutter, wenn du zu viel arbeitest, dann bist du keine gute Mutter. 
Wenn du zu wenig arbeitest, bist du faul, dann bist du ein Luxusteilzeit oder wie auch immer. Und als Mann hat man, also diese Themen gibt es da schon auch. Wenn ich mich als Mann um die Kinder aber wiederum kümmere, werde ich gefeiert, weil ich mich ja um die Kinder kümmere, was bei Frauen völlig normal ist. 
Aber im Beruf wirst du dann auch, fällst du vielleicht in das gleiche Loch wie die Frau, nämlich, dass du nicht verfügbar bist und dementsprechend auch nicht weiter gefordert oder sogar degradiert wirst. Und genau da ist eben, da fehlt auch das Thema, das ist ein Thema von Gleichberechtigung. Da geht es gar nicht auch, finde ich gar nicht so sehr darum, auch wir jetzt auch, wir sprechen jetzt über die Sichtbarkeit der Frau, ja, aber es bedeutet auch, dass der Mann, also dadurch, dass es sichtbar wird, dass man in Teilzeit auch was reißen kann, sage ich mal. 
Und das gewertschätzt wird, könnten das auch mehr Männer machen, würden es mehr Männer tun und dann eher in diese Rolle vielleicht auch gehen, als jetzt so, wie es jetzt ist, weil sie oft immer noch diejenigen sind, die mehr verdienen. Weil sie bei denen die Karriere dann eben auch linear läuft. Die haben die Schwangerschaft nicht. 
Meine Schwangerschaft war nämlich nicht so geil. Ich war schon auch immer wieder mal krank, weil ich halt einfach Schmerzen hatte Das heißt, ich bin schon in der Schwangerschaft ausgefallen, dann war ich ein Jahr zu Hause. Ich war de facto anderthalb Jahre nicht greifbar oder nicht wirklich voll einsetzbar. 
Auch das ist völlig individuell. Nicht jede Schwangere, also ich habe eine Freundin, bei denen ist das auch so, dass sie die Vollzeitkraft ist und ihr Mann ist der, der Teilzeit gearbeitet hat und sich auch heute noch um die Kinder kümmert. Aber die ist einfach wie deine Freundin, bis Tag X ins Büro gelatscht. 
Die hat nichts gehabt, gar nichts. Die haben eigentlich müde, gar nichts. Und ich habe mich dann eben immer gefühlt wie so ein Trauerkloß, weil mir war schlecht, ich hatte Schmerz, ich war ständig müde. 
Ja, und bei jedem eben auch individuell. Ja, das ist richtig. Ja du hast vorhin einen Punkt gesagt, der ist mir leider entfallen. 
Der rote Faden. Ja, also ich hätte noch. Ich könnte ich mache immer weiter. 
Ich mach mal weiter. Das Thema ist, glaube ich auch, dass jeder individuell sind. Also wir sind Individuen, also und zwar nicht unter uns Frauen, sondern auch die Männer. 
Es geht aber ja um die Sichtbarkeit, wie wir dafür sorgen können, dass wir Frauen sichtbarer werden und eben dafür sorgen, in unserem kleinen Kosmos dass wir sichtbarer werden können. Und, wie gesagt, ich habe gesagt, jede Frau soll es so machen, wie es sich für richtig hält, wenn sie nach mehr arbeiten möchte, dann muss ich sagen, wenn sie einfach in der Unsichtbarkeit bleiben möchte, dann beruflichen Kontext, Im beruflichen Kontext. Dann ist das auch in Ordnung, weil sie vielleicht ihre Prioritäten woanders hat. 
Jeder, so wie er möchte. Aber Didi, was machen möchte, die muss dann darüber reden. Also wenn ich eins einen ganz wichtigen Satz hin habe ich irgendwann mal in so einem Radiointerview gehört von einer Frau, die damals schon gecoacht hat, die Frauen gecoacht hat, auch in die Sichtbarkeit zu kommen und auf Führungskräfte. 
Tu Gutes und rede drüber. Und ich habe das dann mal beobachtet bei mir an der Arbeit, da war ich noch gar nicht Führungskraft, wie viel die Männer rumstehen und sich gegenseitig erzählen, wie viel sie, was, wo wann, wie arbeiten. Und ich mir immer dachte, vielleicht macht ihr es einfach mal, anstatt darüber zu reden. 
Ja, ich habe einfach gefühlt gemacht und die haben drüber gesprochen. Dann habe ich irgendwann gedacht, okay, vielleicht muss ich es auch umdrehen. Zumindest mal in Einklang bringen. 
Vielleicht muss ich einfach auch mehr drüber reden. Ja, genau, aber das Problem ist, dass häufig die Frauen erstmal abwägen, bevor sie was sagen. Also sagen, ist das jetzt relevant oder ist es eher schannend, was ich da erzähle? 
Oder passt das jetzt?verständlich, dass doch meine Aufgabe, muss ich doch nicht drü, ist doch selbstverständlich, dass ich das so. Ja, aber oft viele Frauen sie ja so zurückhalten das sind und sagte so, ich nehme mich da nicht aus, weil ich denke mir so, habe ich jetzt da was Relevantes dazu zu sagen? 
Also wenn es nicht relevant ist, dann halte ich jetzt lieber meine Klappe, weil ich denke mir, wen interessiert. Aber genau das ist der Punkt. Wir müssen über diesen Punkt hinausgehen und sagen, hey, ich habe da was, auch wenn es hinterher vielleicht nicht umgesetzt wird oder wenn es jetzt, dann vielleicht doch nicht so passt, wie es sein sollte. 
Einfach einfach raus damit, raushauen. Manche hauen das einfach raus. Also da denke ich mir so, okay, du hast jetzt was gesagt, aber es war jetzt nicht so sinnhaftet, aber du hast es gesagt. 
Ja, aber du bist präsent. du bist laut. Also ich hatte einen Kollegen, da muss ich jetzt leider von erzählen, den gibt es auch nicht mehr bei der Firma, aber der war wirklich, der war der Knüller. Also ich habe in dem Unternehmen zehn Jahre gearbeitet und acht davon war der auch da. 
Und ich bin mir sicher, dass er in diesen acht Jahren nicht wirklich viel gearbeitet hat. Den habe ich öfter mal so, wir hatten so Fenster Schwerter, also Glas Schwerter neben den Türen, sodass man immer in die Büros reinschauen konnte. Zum einen hat er öfter mal auf seinem Stuhl gesessen und gepennt. 
Das war übrigens eine Führungskraft. Okay. Oder der ist durchs ganze Haus während seines Arbeitstages gegangen und hat erzählt, was er alles. 
Aber er hat nichts gearbeitet. Er hat nur darüber geredet. Das war natürlich die krasse krasse Nummer. 
Das muss man einfach sagen. Das haben dann irgendwann auch die Chefs mal verstanden, aber das war dann zu teuer, den zu entlassen, weil der schon seit 25 Jahren im Unternehmen war und nur noch drei Jahre bis zur Rente hatte. Und dann hat man gesagt, Dann füttern wir den noch mit durch. 
Aber das war für mich tatsächlich der Ausschlag zu sagen, okay, ich muss mehr darüber reden. Und mein Chef war auch damals so, der hat mich halt einfach auch echt gut laufen lassen, der hat gesehen, okay, wenn ich sie laufen lasse, dann macht die ganz viel. Wenn ich sie reglementiere, dann macht sie nicht so viel. 
Und wenn sie was braucht, kommt sie schon. Und das war natürlich ein sehr angenehmes Arbeiten. Und dementsprechend, bin ich oft hin und habe einfach erzählt, was ich gerade alles tue, was ich angestoßen habe oder was auch immer. 
Und deswegen wusste der immer, was ich tue und ich habe immer darüber gesprochen. Ich habe trotzdem, das muss man vielleicht dazu sagen, oft das Gefühl gehabt, ich bin schlechter als meine männlichen Kollegen. Das konnte ich kann ich bis heute nicht belegen. 
Weil bei uns gab es noch keine Vergleichsmodelle, weil mittlerweile brauchst du ja im Unternehmen, wenn du es einforderst, also eigentlich muss es der Chef dir eigentlich schon vorlegen, du bist im Verhältnis zu den anderen, da und da befindest du dich. Also im Vergleich zu der Branche, im Vergleich zum Unternehmen befindest du dich da. Und wenn du siehst, oh, du bist aber da ganz unten und alle anderen sind da oben. 
Ja, wir hatten eine Klausel in unserem Arbeitsvertrag, wo drinnen stand, dass wir nicht über unsere Gehälter reden durften. Was? Okay. 
Und dann habe ich das aber gebrochen. Ich war da nicht regelkonform, habe mit einer Kollegin über unsere Gehälter gesprochen. Und dann kam so ein bisschen raus, dass zum einen sie was anderes verdient hat und sie dann aber auch, sie hat auch mit jemand anderes drüber getuschelt, rauskam, was da verdient wurde. 
Und dann sind wir bin ich tatsächlich damit zu meinem Chef gegangen und das Ende vom Lied war, dass ich einen Einlauf kassiert habe. Was? Weil wir uns übers Gehalt unterhalten haben, was wir laut Arbeitsvertrag nicht durften. 
Aber war dieser Arbeitsvertrag so rechtens diese Klausel, also das frage ich mich. Ich war nicht mal Juristen. Aber ich glaube, die will nicht haltbar gewesen, glaube ich, diese Klausel. 
Aus heutiger Sicht würde ich sagen, du darfst in dich unterhalten mit deinen Kollegen, mit was du willst und auch über Gehalt ist. Eigentlich ist das ja mein Geld, ich. Natürlich, aber das zeigt ja schon, aber das zeigt auch die Unternehmenskultur, muss ich sagen. 
So ein bisschen schon, ja. Ich bin froh, dass es Es gibt natürlich immer noch Unternehmen, wo das sehr traditionell ist und wo, wo ich sage, eine sehr alt veraltete Unternehmenskultur herrscht. Aber es gibt zum Glück auch Unternehmen, wo ich sage, dass es positiv. 
Das sind positive Beispiele, die fördern auch Frauen. Also ich kann jetzt zum Beispiel eine meinem Unternehmen sagen, dass mittlerweile viele Frauen in Positionen sind, wo ich sage, das war vor, sagen mal, sechs, sieben Jahren noch nicht so der Fall. Also das kommt immer mehr und wo auch ich merke zum Beispiel, dass ich es auch jüngere Frauen, die gerade auch die Familienphase vielleicht vor kurzem hinter sich hatten, jetzt in solchen Positionen sind, nicht, weil sie dorthin befordert worden sind, weil sie es so muss sein muss, sondern weil man einfach merkt, dass sie kompetent sind. 
Und daran liegt es ja auch, dass viele Frauen in vielen Frauen liegt ja schlummert ja diese Kompetenz, diese Qualität, die die nutzen wir ja teilweise ja auch gar nicht. Ja, das könnte man jetzt sagen. Also entweder nutze ich sie selber nicht, weil ich es nicht möchte. 
Also ich persönlich als Frau sage ich, bin in dieser Rolle, in der ich gerade bin, fühle ich mich pudel Ist okay. Aber es gibt Frauen, die sagen, ich möchte aber mehr gesehen werden, ich möchte mehr in eine Rolle rein, wo ich auch mein Potenzial entfalten kann. Da finde ich es gut, wenn es dann an die Unternehmenskultur ist, die dann, wo dann der Chef oder die Führungskraft, dass auch fördert und es auch sieht und auch wertschätzt sozusagen. 
Ja, also bei uns war es tatsächlich so, ich war halt eine Abteilung mit nur Frauen dann. Es war, also in der Firma gab es schon immer wieder vereinzelt in den technischen Bereichen, auch Frauen. Es war dann Haustechnik, Bautechnik und so weiter. 
Aber bei den Architekten waren natürlich mehr die Mädels. Das ist auch im Studium tatsächlich mehr die Frauendominierte Geschichte. Mein Chef hat halt, wie gesagt gesehen, was ich, was ich, dass da Potenzial ist und dass ich, dass man mich mit Lob und Anerkennung eben auch bekommt Und dann habe ich auch mehr gegeben. 
Ich habe damit nie gerechnet, dass ich zum Beispiel Führungskraft werde. Ich habe es nicht darauf angelegt. Das war dann so auch so ein bisschen aus der Not heraus, weil dann gab es diese Stelle und ich dachte mir so, okay, ich will eigentlich keinen, der über mir sitzt, der eigentlich vor allem nur von außen kommt, der gar keine Ahnung hat, was wir hier machen. 
Und der sagt mir dann, was ich tun soll. Nee, auf gar keinen Fall. Da muss ich das selber machen. 
Also war das dann schon so für mich auch der Ansporn in die Führungsriege zu gehen. Aber was jetzt vielleicht auch nochmal wichtig ist zu erwähnen, ich habe drüber gesprochen. Ich habe immer gesagt, wenn mir was nicht gepasst hat, wenn es mir zu viel wurde, wenn so Mitarbeitergesprächen haben wir wirklich viel gesprochen, auch Ziele festgesetzt. 
Und genau das ist, glaube ich, der Schlüssel, darüber zu reden. Einmal, was du brauchst, damit du wachsen kannst oder überhaupt, dass du wachsen möchtest. Allein diese Informationen ist wichtig, weil damit du dich eben abhebst, von denen die da zufrieden sind, wo sie sind. 
Und wie gesagt, das ist in Ordnung. Es sei den Menschen gegönnt, an zufrieden zu sein, weil ich habe festgestellt, das ist auch schön, weil wenn man immer weiter will, kann das auch ganz schön anstrengend für einen selbst sein. Aber dieses Wachsen, darüber muss ich reden. 
Ich möchte gerne wachsen. Gibt es Möglichkeiten, dass ich wachsen kann? Was sind Herausforderungen, die ich meistern muss, damit ich bei euch wachsen darf? 
All das ist eine Sache der Kommunikation und deswegen reden, reden, reden, reden. Genau, und deswegen hatte ich ja dann auch nochmal ein Gespräch und es war total positiv, weil ich gemerkt habe, allein schon, dass ich darüber gesprochen habe, wie ich mich gefühlt habe, dass ich schon gesagt habe, du, ich bin aus dem Gespräch leider nicht so zufriedener herausgegangen, wie ich es mir gewünscht hätte und es lag da an dem und den, den Punkten. Also ich sage sachlich und professionell bin ich darauf eingegangen, nicht auf emotionaler Ebene und Wir haben darüber gesprochen und es hat sich dann wirklich gut angefühlt. 
Ich hatte das Gefühl gehabt, ja, es wurde jetzt gesehen, dass ich mehr will als das, was er vielleicht mir zugetraut hätte oder sowas. Genau darüber sich dann zu definieren zu sagen, hey, schau mal her, ich sage dir, was ich möchte, woher soll denn die Führungskraft das denn wissen? Ich meine, manche haben viele Mitarbeiter oder Untergebende beispielsweise. unter sich, wo sie sich und haben auch andere Aufgaben. 
Ich meine, die haben ja auch teilweise viel im Kopf, wo viele viele Besprechungen und alles mögliche. Woher soll denn die Führungskraft das denn wissen, wenn ich es ihr nicht sage, wenn ich es nicht darlege, was ich gerne möchte, weil dann denkt die Führungskraft gesagt, naja, vielleicht ist sie ja ganz zufrieden, so wie es ist und es passt alles so. Aber wenn ich es natürlich nicht sage, dann wird es auch immer so bleiben und dann bin ich vielleicht unzufrieden in meiner Rolle. 
Aber ganz ehrlich, glücklich bin ich dann damit nicht. Dann mache ich halt einen Job einfach so nach 0815, so wie ich gerade denke. Aber glücklich macht es mich jetzt nicht gerade dann. 
Und deswegen dachte ich mir, ja diesen Impuls möchte ich einfach auch an die Zuhörerinnen geben, dass es wichtig ist, drüber zu sprechen. Es ist nicht immer nur, wie uns eine Opferrolle uns befinden müssen, sage ich mal so, sondern aber auch uns ein bisschen aus dieser Rolle auch herausbewegen dürfen, weil wir es vielleicht wollen zum Beispiel. Ja, absolut. 
Diese Opferrolle, ich würde gerne nochmal so ein paar Beispiele erzählen, also zum einen von ehemaligen Mitarbeiterinnen, weil, wie gesagt, ich hatte ein Team von Frauen, die früher meine Kolleginnen waren und dann war ich irgendwann ihre Vorgesetzte. Und das hat aber immer gut funktioniert. Und ich hatte eine Kollegin, die in verschiedenen Orten, Musterhäuser stehen und diese Musterhäuser wurden bespielt von Vertrieblern, die meistens männlich waren. 
Und Stützpunktsarchitektinnen in dem Fall waren es meistens Frauen. Und weil das einfach ein cooler Job war, den man gut mit Familie vereinbaren konnte auch. Und da war aber immer dieses Thema, wer kümmert sich um die Einkäufe? 
Also sprich zum Beispiel, wer sorgt dafür, das Klopapier am Klo ist und gekauft wird? Oder Milch da ist für die Interessenten, die dann in den Musterhäusern kamen und so weiter. Und ganz, ganz früher gab es so ein Musterhaus-Damen. 
Deren Job war es, dafür zu sorgen, dass dieses Equipment da ist, dass das Haus gut strukturiert ist. Die hat man irgendwann eingespart, weil die kostet natürlich Geld, ne? Und dann war das irgendwie so, naja, macht das schon irgendwie.. 
Und dann ist das irgendwie so unsichtbar zu den Frauengewandert, in dem Fall dann den Architektinnen, die dann in den Musterhäusern saßen. Und die waren darüber nicht besonders im used. Komisch. 
Und da daheim schon gucken, dass die Klopapierrolle aufgefüllt ist. Genau, also sie waren wie zu Hause wiederum in der Arbeit auf einmal wieder in dieser Kerolle.. Und das hat die natürlich so ein bisschen angekäst. 
Und das Problem war, dass vor mir, also bevor es mich gab, das nicht so wirklich gesehen wurde, weil, ja mein Gott, dann kaufst du halt einen Klopapier, wo ist jetzt das bitte das Problem? Sie fahren doch sowieso, wenn sie nach Hause fahren, am Supermarkt vorbei. Ja. 
Genau. Sie doch auch. Die haben den gleichen Weg. 
Wo ist das Problem? Und ich habe tatsächlich dann gesagt, vor meiner Seite aus, kauft hier gar nichts mehr ein. Das ist nicht eure Aufgabe, steht nicht in eure Aufgabenbeschreibung. 
Macht ihr nicht. Von mir aus gibt es kein Milch und kein Klopapier. Das ist eine Sache des Vertriebsleiters an der Stelle. 
Und wir sitzen das aus. Wir sitzen das gemeinsam aus. Das Problem war nur, dass ein paar Kolleginnen dann gesagt haben. 
Ach nee und ja, aber die Jungs, die haben doch sonst keine kein Toilettenpapier. Also sind dann wieder in diese Kümmererolle gegangen und dann habe ich gedacht, na gut, dann kann ich euch auch nicht helfen. Ich stelle mich vor euch, ich rette euch. 
Aber ihr müsst euch auch selber retten wollen. Und das so standhaft bleiben dann irgendwie auch ein bisschen. Genau, also ich möchte zurückfallen in diese Rolle, die man dann halt aufgedrückt bekommen hat sozusagen. 
Aber manche, glaube ich, fällt es schwer in dieser Rolle dann rauszukommen. Ja, natürlich. Weil du es gewohnt bist halt einfach auch. 
Ja, und dann wollen sie halt auch keinen Konflikt in der Arbeit, weil das ist natürlich nicht auf Gegenliebe gestoßen, aber das ist halt wie immer am Leben. Ja gut, wenn du aufs Klo gehen willst, dann brauchst du Klopapier. So fertig. 
Ansonsten nimmst du paar Scheine die kannst auch benutzen. Kannst du auch Die sind teuer des Klopapier benutzen. Ach, Vertriebler. 
Nein, genau. Nein, aber das ist aber genau das Ding. Dieses Angst vor Konflikt, das haben eher wir Frauen als die Männer. 
Und dementsprechend Dementsprechend wird dann da vielleicht auch eher mal das übernommen. Also das mal so nebenbei. Ich möchte da nur den Impuls geben. 
Es liegt auch an uns Frauen dafür zu sorgen, dass die anderen das überhaupt machen. Und vielleicht muss man mal den einen oder anderen Konflikt dann auch an der Stelle eingehen. Und eine kleine Anekdote ist mir dann noch im Zusammenhang mit diesem Thema, als ich mich vorbereitet habe, eingefallen. 
Als ich da angefangen habe in dem Unternehmen bin ich, gab es eine Küche und vor dieser Küche waren Besprechungstischräume gab es da keine. Es gab immer nur so Besprechungstische. Und ich bin vorbeigegangen und wollte mir irgendwas aus der Küche holen, keine Ahnung Löffel, was weiß ich, keine Ahnung. 
Also ich bin vorbeigelaufen und dann wurde ich so ausgebremst von den Männern, die da am Tisch saßen und in der Besprechung waren. Das war, ich glaube, der Bauleiter oder so, also der Chef von der Baureitung und meinte so, hey Sie, holen Sie mir doch mal drei Kaffee. Und dann habe ich den angeguckt und dachte mir so, was? 
Wie drei Kaffee? Und bin dann umgehau, mich umgedreht und habe gesagt, bitte. Dann hat er gesagt, hol sie mal drei Kaffee bitte für uns. 
Und dann habe ich nur gesagt, nee, ich bin hier Architektin und nicht Kaffeeame. Die Kaffeemaschine steht in der Küche, der Weg ist für sie genauso weit. Und bin dann wieder gegangen. 
Ja, ich meine, jetzt bin ich jemand, der es manchmal auch ein bisschen rotzig an der Stelle. Aber und war schon immer so ein bisschen so, nee, also mit sowas, das war ja eine sehr offensichtliche Degradierung an der Stelle. Ja, würde ich schon sagen. 
Damit hat man mich noch nie gekriegt. Aber da gibt es auch bestimmt Leute, die gesagt haben, oh Gott, der Chef von der Bauleitung, der braucht jetzt einen Kaffee. Ich glaube, die Julia von vor zehn Jahren hätte da genauso reagiert. 
Die hat dir gesagt, ja klar, bringe ich ihn. Was möchten sie auch noch? Zucker oder Milch? 
Nee, also wirklich, also man lernt ja, man lernt ja auch aus seinen Fehlern, sagen wir mal so. Und ich habe schon viel gelernt, sagen wir mal so in der Zeit. Ich bin nicht gewachsen und naja, natürlich spielt da vielleicht die Mama-Rolle auch eine Rolle, weil ich meine man ist ja im Endeffekt wie eine Art Job ein neuer Job, den man so quasi antritt, wenn man Mama wird. 
Ja, also plus das erklärt halt eben vorher keiner. Es ist die Job-Beschreibung ist leider sehr ungenau. Die ist wirklich sehr ungenau. 
Und kein Geld gibt es dafür auch nicht,. Genau, also das ist so, also man lernt auch viel, wenn man Mama wird. Das ist schon richtig. 
Und deswegen habe ich viel gelernt in der in den letzten Jahren. sagen wir mal über mich selbst, über wie ich mit anderen Personenging. Darif und kann und auch, dass ich mich mit anderen Personen austauschen darf. Und dass du auch eben nicht nur weil du eine Frau bist oder was auch immer, oder die Azubine, das hat ja nicht mal was mit Frau zu tun, sondern irgendwie Azubine oder so oder Azubi, dass du halt immer der, ich weiß nicht, du hattest auch was, weil ich mit einem Älterwerden zu tun. 
Naja, mit Lebenserfahrung auf jeden Fall. Also mit Lebenserfahrung auf jeden Fall, aber hat es irgendwas auch mit Älterwerden zu tun? Ich weiß es nicht. 
Keine Ahnung. Also ich habe zum Beispiel auch, also das war im Unternehmen war es dann auch mit den Azubis so, wenn die halt ausgelernt hatten und wir die übernommen haben. Ich hatte dann zwei Azubis übernommen in der Abteilung. 
Und dann gab es immer so Aufgaben, die haben die Azubis gemacht, wie zum Beispiel das Kopierpapier auffüllen oder so. Und dann die Frau, die sich drum gekümmert hat, dass die Azubis beschäftigt sind, dann bei mir im Bürostand meinte so, ja, also der und der ging jetzt mit Papier einräumen. Die waren aber ausgelernt. 
Also die waren nicht mehr Azubi. Und ich dann gesagt habe, nee, die gehen jetzt nicht mit. Und räume das Papier aus. 
Ja, aber es sind nicht genug Azubis da. Und dann habe ich gedacht, naja, du kannst ja fragen, ob sie helfen, aber es ist nicht mehr deren Aufgabe. Und jetzt im Moment, und wenn, dann fragst du bitte auch mal nach, ob ich die gerade Zeit haben, weil die vielleicht auch irgendwas erarbeiten, was Termin hat oder so. 
Also da war auch so ein bisschen dieses, die mussten aus der Rolle des Azubis erstmal rauswachsen. Also du musst halt immer wieder aus diesen verschiedenen Rollenllen wieder raus rauswachsen.wachsen. Genau, also ich war ja auch Oubbine irgendwann mal und ich erinnere mich da auch an eine Chefin Also mit der kam niemand so gut zurecht, wie man sagt. 
Aber also ich hab die nicht so wirklich gemocht, also klar rauszusagen, aber ich hab es natürlich auch nicht raushängen lassen. Aber wie die teilweise dann mit als mit einer mit Azubis umgegangen ist, das fand ich schon teilweise Also ich weiß nicht, es lag es nicht unbedingt am Geschlecht vielleicht, aber einfach so die du bist jetzt mir untergeben und du machst jetzt das, was ich dir sage. Und so kam das dann auch rüber und ich dachte mir so, ja. 
Das istährst du dir auch erstmal nichts zu sagen. Also Azubi. Das ist ja so dieses Lehrjahr sind keine Herrenjahre, das durfte ich mir auch noch anhören. 
Ich sage mal so, als Azubi lernst du ja. Ich meine, es freilich machst du auch nicht alles richtig. Und manchen machst du dann vielleicht nicht schnell genug, wie gewünscht ist oder sowas. 
Aber dafür bist du ja Azubi. Genau, dafür ist man Azubi. Und das hatte ich manchmal dieses Gefühl, diese Rolle zu haben. 
Also Azu, du musst aber schon das tun, was eine vollwertige Arbeitskraft sozusagen zu tun hat. obwohl ich Azubine war und die sagen, nee, das muss ich nicht. Aber das hast du dir natürlich im Moment nicht getraut zu sagen. du hast es dir halt angehört und hast dir gedacht, ja, hier mal hier so ne. Wir sagen jetzt nicht, was Julia für einen Finger geoben hat. 
Ja, also ich glaube, grundsätzlich ist es, also was wir jetzt ansprechen, natürlich sind das persönliche Geschichten, die basieren auf noch, ich sag mal, einer Geschichte, aus der wir herauskommen. Ein strukturelles Thema der Gesellschaft auch immer noch. Ich meine, wir reden ja immer wieder mal darüber, dass es immer noch Lücken gibt zum Thema Gleichberechtigung und dabei geht es nicht darum und das ist immer wieder auch, da habe ich immer wieder Diskussionen auch, geht es darum, wirklich, ob es wirklich eine Frauenquote braucht oder nicht oder was auch immer, hat das wirklich was mit Gleichberechtigung zu tun? 
Es geht darum, dass Jobs oder Aufgaben oder so von beider Geschlecht ausgeführt werden darf und beide das Recht haben zu entscheiden, zum Beispiel sich um die Familie zu kümmern und das nichts mit Ansehen oder sowas zu tun hat. Also sprich, dass eben Care-Arbeit in dem Fall auch ein Ansehen bekommt, dann würden das auch mehr Leute machen, wenn und dass man eben sieht, dass eben auch ganz viele Fachkräfte zu Hause sitzen und die Kinder hüten, weil sie aber auch gar keinen Bock haben, sich damit auseinanderzusetzen irgendwelchen Chefs oder Unternehmen zu erklären, dass sie schon arbeiten würden, aber sie besondere Bedingungen bräuchten, damit sie eben, dass beides unter einen Hut bringen. Und da ist einfach Da passiert was, aber ich war zum Beispiel im Unternehmen eine der wenigen, die schon Homeoffice machen durfte, lange bevor Corona. 
Ich hatte, also da gab es keine festen Arbeitszeiten. Gut, das ist jetzt ein anderes Thema, aber Weil ich, weil, wie gesagt, gesehen wurde, wenn man mich lässt, dann und mich nicht irgendwie in ein Korsett spannt. dann kriegt man von mir relativ viel, viel mehr, als wenn er vielleicht sogar von jemandem, der da Vollzeit gesessen hätte und davon viel Zeit verquatscht hätte oder was auch immer. Und ich glaube, das zu erkennen als Unternehmer und als Unternehmerin, dass da halt Potenzial, dass da Potenziale schlummern, die wir jetzt gerade einfach nicht sehen, weil die eben zu Hause sitzen und weil die sich gar nicht bewerben mögen, weil sie wissen, sie kriegen das mit den Strukturen nicht hin. 
Die Benefits, da kann ich mir noch, was weiß ich, raufschreiben, dass es ein Obstkorb gibt oder was weiß ich, in einer Stellenausschreibung oder was ich, was es noch für Benefits gibt, die man mittlerweile immer so gerne aufschreibt, eine Altersvorsorge und so weiter. Nee, es das Benefit wäre wirklich zu sagen, okay, wir machen individuell es möglich, dass sie für uns arbeiten können, wie auch immer das ausschaut. Das wäre ein Benefit für Frauen. 
Genau, früher war es ja so, ich meine meine Mama genauso, die war, was heißt, früher so zu wie sagt man? Damals 43 im Kartoffelkrieg. Nee, aber meine Mama war zu Hause auch mit drei Kindern. 
Und mein Papa ist arbeiten gegangen. Das war das typische Rollensystem, sag ich mal, traditionell. Aber wie hätte sie es auch gern das machen sollen? 
Wir waren drei Kinder. Also es sind auch nicht weit auseinander. Also wir sehr eng beieinander. 
Ich habe Zwillingsbruder und meine Schwester ist nur ungefähr eineinhalb Jahre jünger wie ich. Also da war Pubertät natürlich auch sehr anstrengend. für meine Mama, also muss ich schon sagen, Respekt. Aber wie hätte sie es anders machen sollen? 
Also es war, glaube ich, damals sowieso noch gar nicht wirklich möglich, dass du als Frau Teilzeit zurückgehst und das irgendwie auch vereinbar ist mit Beruf und Job. Je nachdem, ich komme da ein bisschen darauf an, welchem Unternehmen nur vielleicht gearbeitet hast. Aber das war, denke ich, schon sehr schwierig. 
Aber ich habe auch gemerkt, dass meine Mama in dieser Rolle Anführungsstrichen nur als Mama, irgendwie auch ein bisschen sich unzufrieden gefühlt hat irgendwann mal. Das habe ich gemerkt, da ist genau das, wenn die Kinder irgendwann mal pflücke werden, wenn die Kinder irgendwann viel selbstständiger werden. Und da habe ich gemerkt, da jetzt, das wäre jetzt der Zeitpunkt gewesen, wo wir unser eigenes Ständigkeit so entwickelt haben, dass sie so mehr in ihren Job zurückgeht und das tut, was sie auch gerne machen möchte. 
Und das ist natürlich blöd, wenn die jetzt vorher 15 Jahre lang nichts gemacht hat, weil vorher das nicht möglich war, Keine Teilzeitmöglichkeiten oder sowas waren. Das war ja früher noch viel krasser, glaube ich. Also ich weiß noch, dass zum Beispiel bei uns gab es im Kindergarten, wenn ich im Kindergarten war. 
Es gab eine Morgen und eine Nachmittagsschicht. Also ich hätte gar nicht den ganzen Tag in den Kindergarten gekrönt. Ja, das gab es bei uns auch. 
Das gab. Es gab nachmittags. Ja, genau. 
Und ich bin auch erst mit fünf in den Kindergarten gekommen. Ja, ich bin auch, mit fünf? Nee, ich bin mit vier oder so, ich weiß Ja gut, aber nicht mein Sohn ist mit eins in die Kinderkrippe gekommen. 
Und da habe ich auch schon ein schlechtes Gewissen gehabt und habe mir auch schon das ein oder andere angehört. So von wegen echt? Meinst du nicht, dass ein bisschen früh ist Und was macht er denn da? 
Also Aber das ist ein anderes Thema. Das ist wieder ein anderes Thema. Ja, aber das ist, glaube ich, auch unendlich. 
Darüber können wir auch. Genau, aber es ist halt, wie gesagt, es hängt an der Struktur. Wenn ich die Möglichkeiten habe, meinen Job, und das geht natürlich auch nicht mit jedem Job, ich kann ja der Rewekassiererin oder beim Aldi Schleichwerbung. nicht sagen, also sie macht heute Homeoffice. 
Ja, kommen die Kunden alle zu mir nach Hause. Genau. Das geht natürlich, das ist natürlich auch, oder Altenpflege oder Krankenschwestern, na klar. 
Aber Deswegen sage ich ja deswegen, es muss individuell für jeden machbar sein, in einem Job zu arbeiten, das auf die jeweiligen Bedürfnisse auch ein bisschen angepasst wird oder zugeschnitten ist. Nur das macht die Vereinbarkeit mit Familie und Beruf oder auch wenn du pflegebedürftige Eltern hast. Nur das macht es möglich. 
Also ich meine, wir leben in einem Land, wo wir Fachkräftemangel haben. Da müssen wir gucken, wie wir das lösen, das Problem. Und ich jetzt das erledigen, was das nochmal wiederholen, was vielleicht eine Politik irgendwie gesagt wird oder sowas oder das politisch machen. 
Es ist halt einfach, müssen gucken, wo Potenzial schlummern und wie können wir es umbesetzen, dass es für alle irgendwie passt. Ja, genau. Das ist ein gutes Abschlusswort. 
Ja, finde ich auch. Vielleicht abschließend als allerletztes dazu. Und deswegen ist es wichtig, dass jede von uns in ihrem kleinen Kosmos das umsetzt für sich einzustehen, für das, was sie braucht,, um arbeiten zu können oder wie auch immer. 
Und da eben auch schon in die kleine Sichtbarkeit zu gehen und sich da auch zu trauen und da zu sagen, ich brauche das und das oder ich würde gerne mehr machen, ich würde mich gern weiterentwickeln. Was gibt es da für Möglichkeiten? Und Ich glaube, dass auch eben die Entwicklung ist, dass gerade erkannt wird, wir haben Fachkräfte, die sind vielleicht irgendwo zu Hause. 
Die Art und Weise kann man jetzt darüber streiten, wie es jetzt gerade angegangen wird von der Politik, da fühlen sich natürlich einige auch angegriffen, ist logisch. Mich auch. das mal so nebenbei. Aber das ist wie gesagt, ein anderes Thema. 
Also von daher redet drüber, macht was für euch. Steht ein für euch als Individuum und für uns als Frauen. Und deswegen machen wir auch diesen Podcast, weil wenn man drüber redet und Impulse gibt, vielleicht haben wir auch dir, liebe Zuhörerinnen, Impulse gegeben und du denkst einfach mal drüber nach, was für dich überhaupt Sichtbarkeit bedeutet zum Beispiel. 
Genau. Und vielleicht gibt es ja noch die ein oder andere Stelle, wo du selber dann vielleicht auch das nächste Mal in einearbeitergespräch anders an die Sache rangehst, weil du schon irgendwie denkst, die letzten Male hat das nicht so funktioniert, wenn ich jetzt zurückblickend darüber. Man kann ja jeden Tag neu anfangen. eine bessere Version von sich selbst zu werden. 
Genau. Das war jetzt nochmal das Coaching-Wort zum Abschluss. Dann beschließen wir diese Folge und wir wünschen euch noch einen wunderschönen Tag, Abendmorgen, Nachmittag, was auch immer. 
Genau, und macht zwischendrin mal Pause, wenn ihr jetzt gerade irgendwas macht. Ihr macht bestimmt irgendwas. Tschüss. 
Tschüss.

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